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    <title>Kriegsberichter (Ein Bericht über die Rekrutenschule im Herbst &apos;06)</title>
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    <description>Ein Bericht über die Rekrutenschule im Herbst &apos;06</description>
    <dc:publisher>Timriddance</dc:publisher>
    <dc:creator>Timriddance</dc:creator>
    <dc:date>2009-01-06T12:17:27Z</dc:date>
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    <title>Kriegsberichter</title>
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  <item rdf:about="http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3630042/">
    <title>War is over! (VBA Woche 7 + 8)</title>
    <link>http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3630042/</link>
    <description>Nein, meine RS ist nicht erst seit heute fertig, sondern schon seit fast einer Woche. Ich hab die vergangene Zeit in der Freiheit so genossen, dass ich mich kaum dazu bewegen konnte, endlich diesen letzten Beitrag zu schreiben. Aber ich bin es euch, treuen Lesern, Infochefs, Geheimdiensten und wahrscheinlich Aliens vom Mars, natürlich schuldig! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 7. Woche lässt sich kurz zusammenfassen: Wir hatten Gefechtsverlegung, d.h. wir verschoben auf einen Berg und durften dort richtig die Sau rauslassen. Wobei Sau eher auf das Wetter und die Bodenkonsistenz zu beziehen ist. Stellenweise waren die Gefechtsparcours so verschlammt, dass mein Gewehr nach 2 Schuss den Geist aufgab. Der Verschluss war blockiert, ich konnte gar nichts mehr damit anfangen! Schon noch bedenklich, wie soll das dann im Krieg funktionieren? Dafür hat man wohl dann das Bajonett, mit dem kann man ja auch noch Leute töten. Nur haben wir das nie gelernt.. verflixt! Zum Glück weiss ich von Meisterwerken wie &quot;Im Westen Nichts Neues&quot;, dass man es nicht zwischen die Rippen rammen sollte, da man es kaum wieder rausbringt. Aber lassen wir das... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir schliefen in einem Stall, genossen Schnee, Hagel und Regen und waren irgendwie alle riesig froh, als wir am Donnerstag Mittag in den grossen Osterurlaub durften. Dort konnten wir schon mal eine kleine Vorahnung ziviler Freiheit schnuppern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Woche war auch kurz, sie begann erst am Dienstag mit einem obligatorischen Schiessen, bei dem ich Willhelm Tell natürlich wieder jenseits aller Vernunft ins Schwarze traff. Am Abend gabs dann noch den Kompanieabend, der leider ein bisschen sehr kurz ausfiel. Wir stopften uns die Bäuche so voll, dass es kaum für mehr als 1-2 Liter Bier reichte, was natürlich schon traurig ist. Aber mein persönlicher Höhepunkt des Kompanieabends kam erst nach dem ABV! Ich durfte nämlich mit einem anderen, der sich auch nicht so zu benehmen wusste (hüstel), auf einen kleinen Nachtspaziergang, begleitet von je einem 15kg schweren Palettrahmen, yeah. Unser barmherziger Lefti musste halt auch noch mal seine harte Seite zeigen. Und in der nächsten Nacht nochmal das gleiche für mich und andere, da ich halt am nächsten Tag so müde war, dass ich während der Gewehrinspektion im Sitzen einschlief. Haha! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Highlight der Woche war aber ganz klar der Freitag, bei dem wir um 4 Uhr aus den Federn geweckt wurden, um dann... um dann.. ja was? Um dann den ganzen Tag in der Sonne zu sitzen. Kein Scheiss, etwa 90 Prozent der Kompanie hat gar nichts gemacht, während ein paar Unfreiwillige die Unterkunft putzten und sonstigen Kram erledigten. Der Tag schien nicht zu Ende zu gehen, immer gabs noch etwas zu &quot;erstellen&quot;, etwas zu putzen, etwas abzurechnen. Aber es war mir im vornherein klar, dass es so werden würde, und eigentlich war es mir auch ganz egal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte nicht mehr zuviel über die Zeit im Ganzen loswerden, denn wie ihr beim Lesen meiner Beiträge sicher gemerkt habt, fand ich es einmal schlimmer und einmal weniger schlimm, manchmal war es sogar recht gut. Ich schaue mit einem tränenenden und einem lachenden Auge auf diese 5-Monatige Zeit in der glohrreichen Schweizer Armee zurück, und werde sie sicher nicht so schnell vergessen. Es gibt sicher viel, das man meiner Meinung nach ändern könnte, aber Armee ist Armee und kann wahrscheinlich nicht anders geführt werden. Da gibt es nur die Option, sie abzuschaffen... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle möchte ich allen Leuten danken, die ab und zu hier reingeschaut haben, vielleicht mal einen Comment gepostet haben, und besonders geehrt fühle ich mich von der Tatsache, dass der Infochef der Armee, Daniel Reist, hier regelmässig vorbeigeschaut hat (ja, mindestens einmal pro Woche, imfall ;)! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie geht es weiter mit mir? Morgen verschwinde ich für 5 Monate nach Kanada, werde dort ein bisschen die Sprache lernen und das Land auschecken, vielleicht den Leuten ein bisschen über meine Zeit bei den Grünen erzählen. Ich komme im September zurück und studiere dann Geografie, Umweltwissenschaften und Medienwissenschaften. Vielleicht hat dazu auch ein bisschen das Militär beigetragen...</description>
    <dc:creator>Timriddance</dc:creator>
    <dc:subject>The Art Of War III</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Timriddance</dc:rights>
    <dc:date>2007-04-20T11:03:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3513225/">
    <title>Nervous Breakdown (VBA Woche 6: U &quot;ADLER&quot;)</title>
    <link>http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3513225/</link>
    <description>Ich habe beschlossen, die Kriegsberichter-Site vom Web zu entfernen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aprilscherz, hohoho! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da ist er schon, der 2. letzte Beitrag zu meiner RS! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzte Woche war die letzte Übung &quot;ADLER&quot; angesagt, wir besetzten das gleiche Einsatzgebiet, nur wechselten wir die Standorte. Und da hatten wir ziemlich Glück mit unserer Einteilung: Wir waren in einem Ferienheim untergebracht, d.h. dass zum Beispiel nur etwa je 2 Soldaten in einem Zimmer schliefen, dass es Küche, Dusche und sogar einen Fernseher gab. Super Sache, nur war der Weg von der Unterkunft zum Antennen-Standort ein bisschen mühsam, was dazu führte, dass man gleich 6 Stunden am Stück Wache schieben musste. Ziemlich anstrengend, aber die 12 Stunden Ruhezeit dazwischen lassen das wieder vergessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Übung selber gibt es nicht mehr viel zu sagen, vielleicht noch, dass mal ein Divisionär vorbeigeschaut hat, um uns zu bewerten. In der Abschlussinspektion inkl. Kompaniepräsentation und all diesem formalen Mist, brachten wir eine 3.3 fertig. Das heisst, wir arbeiten gut bis sehr gut, sind gute bis sehr gute Soldaten. So viel zu dem. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute möchte ich mal wieder ein bisschen auf die Relation Autor-Militärdienst eingehen. Obwohl die Übung eigentlich locker war, kam ich ab und zu mal an meine psychischen Grenzen. Es gab Momente, in denen ich am liebsten unter den Boden versunken wäre. Die Gründe kann ich nicht genau erklären, der Hauptgrund bin ich wohl selber. Manchmal rege ich mich einfach zu fest über gewisse Sachen auf, z.B. dass ich bei jedem Mal, wenn ich ein Fahrzeug benutze, es gleich wieder tarnen muss, was bei einem Lastwagen eine ziemlich anstrengende und mühsame Arbeit sein kann. Was mich aber am meisten nervt, ist die Tatsache, dass man auch ein Fahrzeug inmitten eines schneebedeckten Feldes mit einem grünen Tarnnetz tarnen muss. Lassen wir das, schlussendlich hat sich in dieser Woche mein &quot;Hass&quot; auf die Armee und das ganze Militärsystem vertieft, was auch daher führen kann, dass mir eine Freundin erzählt hat, einer ihrer Kollegen sei vor ca. 2 Wochen bei diesem Schützenpanzer-Unfall im Jura verstorben. Und dass sie es erst jetzt erfahren hat, gab mir noch den Rest. Klar, es passieren nicht mehr Unfälle im Militär als im Zivilleben, vielleicht sogar weniger. Dennoch weiss ich als Fahrer, was es heisst, wenn man zu spät  kommt und wie schnell das dazu führen kann, das Gaspedal tiefer durchzudrücken. Mit dem ganzen Stress auch ausserhalb des Fahrzeuges und dem ständigen Blick von Höheren im Rücken hat man schnell mal ein anderes Verhältnis zu Sicherheit, zum Beispiel wenn aus lauter Stress die Lichtkontrolle vernachlässigt. Dazu hab ich ja auch mal was geschrieben, das war Ende FGA. Und nein, Stress macht man sich auch in der Armee nicht immer selber... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich gibt es auch Momente, wo mich die Frage nach dem Sinn und Zweck des Ganzen kalt lässt, wo ich die Aussicht geniesse, wo ich froh bin, mit Kameraden etwas aufzubauen und betreiben zu können, zusammenzuarbeiten und etwas unter Druck zu erreichen. Manchmal erfüllt es mich auch mit Stolz, mit einer Uniform rumzulaufen, so komisch es tönt. Diese Eindrücke kommen und gehen. Es ist ein ständiges Wechselbad der Gefühle, das mich immer mehr heimschleicht. Irgendwann habe ich es einfach gesehen, und doch bin ich mir nicht sicher, ob ich dann nach der RS oder nach dem ersten WK wirklich in den Zivildienst wechseln will, was für mich garantiert kein Problem darstellen würde. Wir werden sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Woche liegt noch eine Gefechtsverlegung vor uns, ich hoffe, es verletzt niemand sich oder andere, bin aber recht zuversichtlich. Wir werden mit dem Sturmgewehr rumballern und ein paar Handgranaten werfen, das kann ja ganz heiter werden. Wahrscheinlich wird es auch diesmal kein lang ersehntes SIM-Gefecht geben, aber bei meiner Truppengattung ist dies kein Wunder mehr... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Ostern!</description>
    <dc:creator>Timriddance</dc:creator>
    <dc:subject>The Art Of War III</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Timriddance</dc:rights>
    <dc:date>2007-04-01T17:23:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3474438/">
    <title>Hell Is For Hereos (VBA Woche 5: U &quot;EICHELHÄHER&quot;)</title>
    <link>http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3474438/</link>
    <description>Wer hätte es gedacht, letzte Woche waren wir wieder auf Übung, diesmal etwas höher, diesmal etwas kälter. Der Schnee kam gerade richtig! Aber er hatte etwas Positives, konnten wir doch so z.B. unseren mehr schlecht als rechten Leitungsbau kaschieren... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch beginnen wir am Anfang. Am Montag wurde wieder das ganze System auf dem Vorplatz der ALST aufgestellt und kontrolliert. Eigentlich recht mühsam, aber im Grossen und Ganzen sind solche Vorübungen ziemlich gemütlich. Zudem übten wir noch einmal für die grosse Abschlussinspektion, die am kommenden Montag stattfinden soll. Dazu später. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Dienstag begann dann die Übung &quot;EICHELHÄHER&quot; (fragt mich nicht, wieso die immer so doofe Vogelnamen auswählen, könnten ja mal so was wie &quot;Overlord&quot; oder &quot;Thunderstorm&quot; nehmen...). Als wir unseren Standort auf 1100m erreichten, stellten wir fest, dass wir das gesamte Material (im Ganzen nicht weniger als ca. 6 Tonnen) noch etwa 100 m den Hügel hinauf zu tragen hatten. Als wir dann noch merkten, wie wenig wir eigentlich von dem Mat für die paar Tage brauchten, waren wir ziemlich frustiert. Der Aufbau der Antennen und der Leitungsbau ging wie gewohnt schnell von Hand, da wir von Übung zu Übung zu einem eingespielteren Team werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich gab es wieder kleine Streitereien wegen unfairen Arbeitseinteilungen, aber das gehört fast schon dazu. Es kann halt dann sein, dass jemand den ganzen Nachmittag in der warmen Unterkunft steht und den Gefechtsstand einrichtet, während sich andere draussen in der Bise mit dem Mat-Transport abmühen. Ebenfalls gibt es natürlich immer &quot;ungerechte&quot; Wacheinteilungen und dergleichen, und ein paar Soldaten drehen manchmal regelrecht durch, nur weil sie zum x-ten mal die Schicht inmitten der Nacht übernehmen müssen. Auch die Fahrer, also mich eingeschlossen, kommen viel in die Kritik. Wir seien ja sowieso die &quot;Schöggeler&quot; und könnten immer genug schlafen, obwohl wir uns dann körperlich gar nicht anstrengen, usw... Darüber könnte man Bände füllen!!  &lt;br /&gt;
Grundsätzlich entstehen solche Unstimmigkeiten eben vor allem dann, wenn Stress angesagt ist... In Ruhezeiten liegen wir uns dann wieder in den Armen und machen uns über alles mögliche  lustig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übung zwischen Auf- und Abbau gestaltete sich als recht ruhig, ab und zu kam mal ein Adjudant, der irgendetwas zu bemängeln hatte, mal die Übungsleitung, aber grundsätzlich liess man uns in Ruhe. Es ist halt schon schön, wenn man nach einer 3-stündigen Wachschicht bei einer Tasse Kaffee den Sonnenaufgang geniessen kann, um dann wieder in den warmen Schlafsack zu schlüpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heftige Schneefall am Freitag erschwerte den Abbau eigentlich nur oberlfächlich, grundsätzlich verlief die Retablierung recht speditiv und schnell waren wieder in unserer heissgeliebten ALST. Langweilig, oder? Sorry... Irgendwie fällt nicht mehr so viel vor... &quot;angegriffen&quot; wurden wir natürlich auch nie, was ich persönlich schon ein bisschen bedauere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht noch das, am Freitag nach der Übung mussten wir uns noch einmal kompaniemässig für die Präsentation am Montag aufstellen, das hiess wieder, eine halbe Stunde an Ort und Stelle ruhig stehen, das Geklöne und Gemotze unseres Kadis anhören, dem es einmal &quot;scheissegal ist, wenn wir es am Montag verkacken&quot;, der ein andermal &quot;dem Schulkommando nicht erklären will, wieso man nicht ein Sehr Gut erreicht hat&quot;, blablabla. Dieser Typ geht allen aber ziemlich sicher so richtig auf die Eier! Heute morgen wieder bei der Übungsbesprechung... Wie immer gab es viel zu bemängeln, aber Mister Kadi musste natürlich noch alles tausendmal wiederholen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter gehts am Montag mit der Inspektion, da kommt irgendein hohes Tier, ein Divisionär, der uns wahrscheinlich eh ne schlechte Note gibt (was mir persönlich lang wie breit ist).. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brrr!!! Ich zähle die Tage!</description>
    <dc:creator>Timriddance</dc:creator>
    <dc:subject>The Art Of War III</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Timriddance</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-24T15:56:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3448742/">
    <title>Out Of Control (VBA Woche 3 + 4: U &quot;HABICHT&quot; )</title>
    <link>http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3448742/</link>
    <description>Und da ist sie schon, die 2. Hälfte der VBA! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnell gings, vor allem weil ich jetzt 2 Wochen am Stück in grünen Kleidern rumlief. Wie ich das schon angetönt habe, war ich letztes Wochenende als Wache auf unserem Aussenstandort eingeteilt. Doch beginnen wir erstmal vorne: Am vorletzten Dienstag starteten wir also in unsere grosse Übung &quot;HABICHT&quot; (Name geändert), bei der es für meinen Zug drum ging, einen Aussenstandort und die dazugehörigen Antennensysteme zu betreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was kann man sich darunter vorstellen? &lt;br /&gt;
Natürlich läuft das Ganze mit gefechtstechnischem Verhalten, d.h. man sollte sich immer &quot;gedeckt/getarnt&quot; verhalten und ständig auf feindliche (&quot;terrestrische oder aus der Luft kommende&quot;) Angriffe gefasst sein. Dabei kann der Feind irgendeiner sein (militärisch/zivil) und zum Beispiel &quot;Chlorgas aus Hallenbädern&quot; verwenden. Ihr seht, es geht darum, den Krieg zu simulieren. Oder zumindest, es zu probieren. In der Realität sah es dann ein bisschen anders aus... Natürlich müssen die vorgeschriebenen Dispositive erstellt werden (Verhalten bei Alarm, Feueralarm, C-Alarm, etc), es müssen Beobachtungsposten, die 24h besetzt sind, errichtet werden, es muss ein Gefechtsstand als Informationszentrum eingerichtet werden, es müssen Telefonleitungen verlegt werden, etc etc. Alles schön und gut, ein notwendiges Übel halt, was aber meistens nach 1-2 Tagen vollständig &quot;gefechtsbereit&quot; ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann hiess es für uns: Ferien! Der Wachplan sah vor, dass man jeweils 3 Stunden Wache am Stück schieben musste, und dann 7 Stunden Ruhezeit zur freien Verfügung hatte. Ziemlich locker, wenn man von den kalten und langweiligen Nächten draussen im Beobachtungsposten absieht. Den Rest verbrachten wir mit Bücher lesen (die meisten bei uns entwickeln sich zu richtigen Leseratten), Pornoheftli anschauen (hüstel), Bier trinken, Sonnenbaden, Bier trinken, Musik hören, und viel Schlafen. Im Ernst, da das Wetter mitspielte, konnten wir jeweils auf der Terrasse unserer behelfsmässigen Unterkunft, die aus einer kleinen Wohnung im Dachstock eines Bauernhofs bestand, rumchillen. Natürlich war das verboten, da man sich ja gedeckt/getarnt verhalten musste, aber unsere guten Wachposten entdeckten jede Bedrohung frühzeitig. Bedrohungen waren Adjudanten mit ihren dieselbetriebenen Skoda Octavia Kombis, unbemannte Drohnen (von denen ich komischerweise nie eine zu Gesicht bekam) und Helis der Luftwaffe. Gerade letztere überfolgen uns in der 2. Woche jeweils so tief, dass es einem fast den Mutz vom Kopf blies. Weil wir aber so schnell waren, konnten wir meistens schnell in Deckung rennen.&lt;br /&gt;
Das Wochenende gestaltete sich etwas anders, die Ruhezeit war wegen Personalmangel ein bisschen kürzer, doch im Grossen und Ganzen war es ganz ruhig, und garantiert besser als eine Wache in der ALST oder in einer anderen Kaserne, wo man rund um die Uhr kontrolliert wird. &lt;br /&gt;
Am Montag nach dem Weekend gabs dann noch eine unerwünschte Überraschung, nämlich war unser Wachposten bei der Unterkunft so fest mit der Blick-Zeitung beschäftigt, dass er den ankommenden Adjudanten erst bemerkte, als er uns schon auf der Terrasse aufgespürt hatte. Die Konsequenzen waren, dass wir den Rest der Woche, das waren noch 3 Nächte, im Biwak schlafen mussten. Unser erstes in der ganzen RS! Naja, so schlimm wars nicht, hätte es doch ganz anderes Wetter sein können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Mittwoch machten wir uns dann an den Abbau, und dank irgendeiner Furzidee unseres Chef VBA fand der Transport des Materials zum Retablierungsraum per Helikopter statt. Für uns bedeutete das einen grossen Mehraufwand, musste doch alles etwa 4 mal aus- und wiedereingeladen werden. Dazu kommt noch, dass eine Alouette den Staat 35.- pro Minute kostet (Vergleich: Ein Super Puma etwa 140.-)... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Freitag Morgen gabs dann noch eine Übungsbesprechung, bei der natürlich wie gehabt viel kritisiert wurde (vor allem das gefechtstechnische Verhalten wurde bemängelt, wahrscheinlich wegen uns). Die nächsten Übungen sollen disziplinierter und straffer geführt werden, das hat uns auch unser Lefti versichert. Und dann kommt der Winter noch zurück, verdammt. Nicht gerade rosige Aussichten, und so siehts auch etwa mit meiner Motivation aus.. Aber was solls, geht ja nur noch 4 Wochen, wobei die letzten 2 sowieso nur noch aus Materialrückgabe und ein bisschen Rumballern bestehen. Easy!</description>
    <dc:creator>Timriddance</dc:creator>
    <dc:subject>The Art Of War III</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Timriddance</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-18T11:57:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3394225/">
    <title>Near Future (VBA Woche 2)</title>
    <link>http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3394225/</link>
    <description>Meine lieben Damen und Herren, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiedermal ist ein Wochenende vorbei und wiedereinmal reicht es mir nicht, den Wochenbericht der letzten Woche vollständig online zu stellen. Schlechtes Zeitmanagement, ich weiss. Seit mir nicht böse. Nächste Woche wirds von mir leider gar nichts geben, dies habe ich der Tatsache zu verdanken, dass ich auf einem Aussenstandort unseres Systems Wochenendwache schieben muss. Juhui. Aber was solls, das Leben geht weiter. Bin jetzt also ca. 2 Wochen draussen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur letzten Woche kann ich vielleicht noch sagen, dass sich alle irgendwie an die ALST gewöhnt haben und auch nicht mehr so eine traurige Grundstimmung vorherrscht. Wir hatten Fachdienst, d.h. übten noch einmal den Aufbau unserer Antennen und so weiter und so fort, hatten eine FD-Inspektion zu bestehen, die glatt über die Bühne ging (zu diesem Zeitpunkt war ich lustigerweise auf der Wache). Am Freitag dann noch der 40km-Marsch, den mein Zug als erster und einzig kompletter mit Bravour bestand. Da kommt doch fast Stolz auf. Zu verdanken haben wir das wahrscheinlich unserem neuen Lefti, der wirklich ein netter und zuvorkommender Typ ist, der gerne auch mal selber anpackt und im Gegensatz zu anderen Kadern lieber lobt, als kritisiert. So gehe ich gerne in die kommende grosse, 2-wöchige Fachdienst-Übung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mäud mi ab!</description>
    <dc:creator>Timriddance</dc:creator>
    <dc:subject>The Art Of War III</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Timriddance</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-04T19:09:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3389973/">
    <title>Nachtrag: My War (VBA Woche 1)</title>
    <link>http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3389973/</link>
    <description>Hier folgt er also, der Bericht zur ersten VBA-Woche: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nochmal, VBA bedeutet Verbandsausbildung, was soviel heisst wie Verlegung in eine neue Unterkunft, Umstrukturierung der Kommandoordnung, neue Züge, neue Kaderpersonen, und vermehrt Übungen, bei denen das in der FGA gelernte Fachgrundwissen angewendet werden soll. Die VBA dauert 8 Wochen (bzw. 5 Wochen bei bestimmten Gattungen). Bei uns ist es so angelegt, dass wir in den ersten 2 Wochen nochmal AGA- und FGA-Themen repetieren, in den darauffolgenden 4 Wochen dann hauptsächlich auf einem Aussenstandort unser Funksystem betreiben und in den letzten 2 Wochen nocheinmal eine kurze Gefechtsverlegung (scharfe Munition und so, puh) sowie die grosse Materialrückgabe veranstalten. So weit, so gut. Tönt ja alles ganz toll und interessant, aber die VBA bringt auch eine Menge ungewollter Veränderungen mit sich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angefangen hat das ganze am Montag, dem 19.2.07, an dem wir vom langen Wochenende in unsere künftige ALST einrückten. ALST bedeutet Armeeliegestelle und ist in etwa so gemütlich wie diese Bezeichnung selber. Die engen Gänge (bzw der einzige Gang überhaupt), die noch engeren, fensterlosen Zimmer mit 3-stöckigen Betten und die stickige, trockene Luft im bunkerähnlichen System, schockierten uns regelrecht. Im Vergleich zur vorherigen Kaserne schien dies hier an ein Gulag zu erinnern. So machte sich Anfang Woche eine mehr oder weniger depressive Grundstimmung in der Kompanie breit. Ich hatte so richtig Heimweh, was sich aber im Verlauf der Woche zum Glück etwas besserte...  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die demotivierenden Moralpredigten unseres neuen Kadis machte die Sache auch nicht gerade besser; jeden Morgen hatten wir uns erstmal stundenlang in der AV-Formation (Antrittsverlesen) auszurichten. Dies verlief in etwa so, dass der beleibte Feldweibel schweissüberströmt zwischen den im Achtung stehenden Gliedern rumrannte und ständig etwas von &quot;Man richtet sich nach rechts aus&quot;, &quot;Zug XY 4 Zentimeter nach vorne&quot;, &quot;Glied 2 vom Kommandozug einen halben Zentimeter zurück&quot; laberte, worauf der Kadi meistens immer noch nicht zufrieden war. Einen solch derben Anschiss vor militärischen Formen hatte ich bis dahin garantiert noch nie versprürt. Es war nur noch lächerlich, vor allem weil das Ganze meistens sowieso nur funktionieren kann, wenn es jemand von aussen betrachtet und Verbesserungen vornimmt. Naja, irgendwie hatten wir sowieso jeden Tag einen Zusammenschiss vom Kadi zu erwarten, sei es weil wir unpünktlich waren (Feldi sei dank), das falsche Tenu trugen (Feldi sei dank), jemand seine Schuhe mit Gewehrfett geputzt hatte (haha), wir zuwenig oft grüssten, oder was auch immer dann zu bemängeln war. Ein harter Typ also, dieser Kp Kdt! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausbildungsmässig lernten wir eigentlich wieder nichts neues, wir mussten uns in einem 2-tägigen KAP (Kompaniearbeitsplatz) auf die AGA-Inspektion vorbereiten, d.h. wir riegelten ein weiteres Mal bis zum Umfallen an unseren Sturmgewehren rum, robbten im Dreck rum, machten Druckverbände, etc etc. Dafür durften wir dann noch eine EUHG (Explosive Übungshandgranate) werfen, von der ich aber gar nichts mitbekam, weil ich schon in Deckung lag, als dieses Scheissteil den Boden noch gar nicht berührt hatte. Das einzige, was mir wohl lange in Erinnerung bleiben wird, ist dieser markerschütternde, ohrenbetäubende Knall, der das Zwerchfell so richtig vibrieren lässt und wohl noch über einige Kilometer hörbar ist. Beeindruckend, aber ein weiteres Mal sinnlose Geldverschwendung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende der Woche war dann jeder (abgesehen von der Wochenendwache, die jetzt jedesmal aufgestellt wird) froh, dass das Wochenende da war und man endlich dieser klaustrophobischen ALST entfliehen konnte. Positiv war, dass das Wetter mitspielte und man generell eher viel draussen war. Fertig! Der Bericht zur 2. Woche folgt morgen.</description>
    <dc:creator>Timriddance</dc:creator>
    <dc:subject>The Art Of War III</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Timriddance</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-03T12:48:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3364677/">
    <title>My War (VBA Woche 1)</title>
    <link>http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3364677/</link>
    <description>Zäck! Und schon war die VBA 1 (Verbandsausbildung) da. Und weil ich gleich wieder in diese einrücken muss, mein Wochenende total verplant hab und jetzt noch Trübsal blasen will, gibts den Bericht zu dieser Woche erst nächste Woche! Eine Zusammenfassung dann also der ersten und zweiten VBA-Woche. Ja, ganz schlecht, ich weiss. Nehmts mir nicht übel. Die Studiumsuche beschäftigt mich immer noch krass und irgendwie, naja, egal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber hey, eins sag ich euch: Es gibt verdammt viel zu schreiben. Alles hat sich geändert:&lt;br /&gt;
Wir haben einen neuen Kadi, einen neuen Lefti, eine neue Unterkunft (der Schlund zur Hölle), und alles scheint jetzt endlich richtig militärisch zu werden. Und denkt nicht, ich würde mich darüber freuen, oh nein. Aber darüber nächste Woche mehr.&lt;br /&gt;
Wenn ich keine Nacharbeit leisten muss, darf ich schon am Freitag abtreten, gleich nach dem Marsch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis bald!</description>
    <dc:creator>Timriddance</dc:creator>
    <dc:subject>The Art Of War III</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Timriddance</dc:rights>
    <dc:date>2007-02-25T19:09:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3364662/">
    <title>Good Bye (FGA Woche 6)</title>
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    <description>Habe ich schon über die letzte FGA Woche berichtet? Ach du Schande, das ging im letzten Wochenende total vergessen, wahrscheinlich weil es so ein langes war.&lt;br /&gt;
Deshalb hole ich es jetzt nach, aber ich hab nicht viel Zeit, schliesslich muss auch noch der Bericht zur VBA Woche 1 geschrieben werden. Heieiei, dieser Stress. Dabei gäbe es so viel zu berichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, die letzte Woche FGA: Eigentlich total easy, wir hatten am Dienstag einen 30km Marsch zu absolvieren, bei dem ich mir die Füsse blutig lief. Irgendwie hab ich mich grob unterschätzt...&lt;br /&gt;
War schon recht anstrengend, vor allem lief ich nacher für etwa 3 Tage wie ein Krüppel rum.&lt;br /&gt;
Dafür hab ich jetzt reichlich Hornhaut für den kommenden 35km- Marsch am Freitag, juhui!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Rest der Woche widmeten wir der WEMA, wie schon angetönt. Ich erkläre jetzt den Wortlaut nicht noch einmal. Kurz gesagt retablierten wir alles Material, d.h. wir kontrollierten und putzten alles, waren dann schon am Mittwoch fertig und verbrachten den ganzen Freitag mit Filmegucken im Esssaal. War ganz angenehm. Am Freitag wurden wir noch ruck-zuck zu Soldaten befördert und dann in den grossen Urlaub entlassen. Super Sache! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adieu Kaserne, ich werde dich vermissen!</description>
    <dc:creator>Timriddance</dc:creator>
    <dc:subject>The Art Of War II</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Timriddance</dc:rights>
    <dc:date>2007-02-25T19:03:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3304407/">
    <title>From Anger And Rage (FGA Woche 5)</title>
    <link>http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3304407/</link>
    <description>Verdammt, mir zucken die Finger, ich muss einfach schreiben. Niederschreiben, welch fragwürdigen Dinge diese Woche wieder passierten! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einrücken war am Sonntag, wie immer, dann gabs Fachdienst am Montag bis zum Mittwoch, d.h. wir Fahrer stellten irgendwelche Antennen auf, von denen wir jetzt noch keinen blassen Schimmer haben, und lernten noch andere &quot;übungsrelevante&quot; Sachen kennen. Man freute sich immer mehr auf die 2-tägige Übung, die am Donnerstag auf den Freitag stattfinden sollte. Am Mittwochabend stellten wir noch die benötigten Tech-Materialien auf und testeten sie, wobei schon dort die ersten technischen Probleme auftraten. Das Ganze zog sich also in die Länge, und wäre ich nicht Fahrer, hätte ich wohl die halbe Nacht durcharbeiten müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Donnerstag dann der Startschuss, wir verschoben auf einen abgelegenen Standort in der Höh, und richteten ihn dort schön nach militärischem Muster ein. D.h., es musste ein Gefechtsstand (Informationszentrale), ein Beobachtungsposten, eine Amtsleitung (Telefonverbindung zum Kommandoposten in der Kaserne), eine Küche, eine Unterkunft, und natürlich die zu betreibenden Antennen eingerichtet/aufgestellt werden. Mit einem Team von 11 Leuten (eigentlich 10, da der Standort Chef eh immer nur am kommandieren und Zigi rauchen war), ist dies auch in einem halben Tag nicht zu bewerkstelligen, u.a. auch weil immer wieder ein doofer Inspizient vorbeikam und alles bemängelte. Wegen diesen Umständen gabs auch kein Mittagessen, was mir jedoch relativ egal war. In der Nacht mussten wir den ganzen Kram dann bewachen, wobei ich natürlich wieder die beste Schicht rausschnorren konnte und sogar zu 8 Stunden Schlaf kam! Zum Wetter, es war saukalt, nass und windig. Dafür wurden wir am Freitag Morgen mit einer hammermässigen Panoramaaussicht auf die Alpen belohnt, was auch nicht zu unterschätzen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Freitag Nachmittag nach Standortabbau dann noch ein nerviges Ereignis, und zwar musste ich mit dem Puch Geländewagen noch einen Anhänger einer anderen Gruppe abholen. An deren Standort wartete ein ungeduldiger Obergefreiter (kleiner Wichtigtuer, der eigentlich zur Mannschaft gehört, sich aber als Kader fühlt) mit Jahrgang 87 auf mich und wollte so schnell wie möglich zurück in die Kaserne verschieben. Dummerweise funktionierte das linke Blinklicht am Anhänger nicht und so weigerte ich mich erstmal, die Heimreise anzutreten. Zu gefährlich. Reperaturversuche blieben erfolglos, irgendwie musste die unauffindbare Sicherung durchgebrannt gewesen sein. Er musste natürlich den Papa Leutnant verständigen, der zur sofortigen Abreise riet. Ich blieb stur, und Mr. Obergefreiter versuchte, mir mit Befehlsverweigerung und Gefängnis zu drohen. Mann, dieser kleine welsche Wicht mit seinem gebrochenem Deutsch und seiner riesen Kampfbrille, der mir was weismachen will... Mir brannten auch fast die Sicherungen durch.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Blick auf die Karte stellte ich schlussendlich fest, dass ich fast nur Kreisel zu befahren hatte und entschloss dann doch, loszufahren. Altersgenossen, die ein paar Wochen länger in der RS waren, und meinen, sie müssen mir ihre Autorität und Macht demonstrieren, sind Witzfiguren Hoch 2. Unser Standortchef war etwa vom gleichen Schlag, nur etwas älter und furchteinflössender, huhuhuuu. Das läuft dann etwa so, dass sie dich ständig dutzen, während du sie auf jeden Fall sietzen musst. Aber nicht mit mir, NIEMALS! Gut, es sind nicht alle so, vor allem nicht die, die zum Weitermachen gezwungen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber im Grossen und Ganzen war die Übung gar nicht so schlimm, und das tolle Wetter am Freitag motivierte doch noch ein bisschen. In der VBA (Verbansausbildung) werden wir dann sicher während 4-5 Wochen je 3-4 Tage auf Übung sein, also sollte ich mich schon auf eiskalte Nächte und Dreck an allen Körperstellen einstellen. Jä nu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt aber noch eine weitere Geschichte aus dem unglaublichen und unendlichen Buch der militärischen Fragwürdigkeiten, extra für meine lieben Leser! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgangslage: Tag der Eltern, 3 Rekruten gehen in den Wald und rauchen eine sog. Haschzigarette, werden dabei erwischt und zu 3 Tagen Haft verdonnert, wobei einer von ihnen zusätzlich noch auf der Wache war und deshalb 4 Tage Arrest bekommt. Komischerweise aber beginnt die Haft der 2 &quot;unschuldigeren&quot; Deliquenten schon am Mittwoch und endet in genau 2 Stunden (Samstag, 1610 Uhr). Der dritte Deliquent muss noch bis morgen in seiner Zelle bleiben, was natürlich eine 6-köpfige Wachmannschaft inkl. Fahrer und Koch erfordert. 5 ziemlich willkürlich ausgewählte Rekruten plus ein Oberfreier (lustigerweise der von der Anhängergeschichte, wobei er sich wahrscheinlich noch freiwillig gemeldet hat) werden also diese Nacht in der Kaserne verbringen und vom Wochenende genau gar nichts haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ironie der Geschichte: Die 2 &quot;unschuldigeren&quot; Deliquenten verpennen die ganze anstrengende Übung in ihrer Zelle, noch dazu bei schwachem Arrest, also mit Handy, Playstation, Pornoheft, und können sogar die Zelle selbständig verlassen, da sie sich kinderleicht von innen aufschliessen lässt. Und das beste: Sie gehen heute heim und dürfen also doch noch das Weekend geniessen. 5 Rekruten jedoch, die nichts verschuldet haben, die ganze Übung mitmachten und so ziemlich ein Wochenende nötig hätten, dürfen jetzt auf die Wache und müssen den 3. Deliquenten bewachen. Ist das nicht total überaus ultrasinnfrei? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moral der Geschichte: Wiedermal zeigt dieses Beispiel, wie unfair die Armee sein kann. &quot;Heul doch!&quot; Nein, auf keinen Fall, aber eine riesen Schweinerei ist das ganze trotzdem! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch wegen der Fahne: Habe noch nichts gehört, wahrscheinlich wars nur wieder eine leere Drohung. Ist mir auch egal, ich weiss ja jetzt, wie locker Arrest sein kann.</description>
    <dc:creator>Timriddance</dc:creator>
    <dc:subject>The Art Of War II</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Timriddance</dc:rights>
    <dc:date>2007-02-10T13:23:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3278607/">
    <title>Unbreakable (FGA Woche 3 + 4)</title>
    <link>http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3278607/</link>
    <description>Yo! Dem aufmerksamen Leser ist es aufgefallen: Letztes Wochenende gabs keinen Kriegsbericht. Sorry! Ich war nach dem langen Weekend so deprimiert, dass ich es einfach nicht fertigbrachte. Aber davon geht die Welt ja nicht unter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute auch nur was Kurzes, will meine Zeit dann noch für die Studiumsuche verschwenden ;). Was empfehlt ihr mir? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen wir kurz zurück, in der 3. Woche hatte ich noch Fahrerausbildung, die letzte Woche mit der prakt. Prüfung abschloss. Der Running Gag: Ich hab als einziger die Anhänger-Prüfung nicht bestanden, in der man noch 40 Minuten mit Anhänger durch die Gegend tuckert. Das wäre eigentlich kein Problem, nur bin ich bei der normalen C1-Prüfung ohne Anhänger auch noch sauschlecht gefahren, und deshalb musste mir der Experte noch eins reinpfeffern. Aber easy, bin auch erst seit ca. einem halben Jahr im Besitz des Führerausweises. Praxis macht den Meister! Und nachholen werde ich die Prüfung diese Woche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der letzten Woche hatten wir dann zum erstenmal auch Fachdienst, d.h. Kabel verlegen, Stangenklettern, Theorien, etc. Alles was halt zu den Übermittlungstruppen gehört. So viel Zeit ging dafür auch nicht drauf, schliesslich war noch der Tag der Eltern, für den wir über 2 Tage verwendeten. Der Aufwand war schon ein bisschen gar gross, wenn man bedenkt, dass die lieben Eltern nur ca. 5 Stunden auf Platz waren. Egal, es war locker, und man konnte sich auch schnell mal aufs Zimmer verdrücken und ein Nickerchen machen. (Also, beim Auf-/Abbau mein ich jetzt. Während des TdEs benutzten gewisse Rekruten das Bett für andere Zwecke.) Ich musste an diesem TdE die Leute vom Parkplatz zur Kaserne karren, wie lustig. Es gab noch einen kleinen Zwischenfall beim &quot;Beladen&quot; des Fahrzeuges, wo sich eine ältere Dame eine Fingerkuppe abschnitt (wir wissen bis jetzt nicht, wie das überhaupt passieren konnte). Ich outete mich als furchtloser und vor allem standfester Samariter und ohne mein Einschreiten würde der Finger jetzt wohl immer noch dort am Boden liegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann war auch schon Samstag, also gestern. Und jetzt kommt der Ultraknüller. Ich war auf der Wache eingeteilt. Ein Kamerad und ich bekamen am Samstag Morgen beim Abtreten die ehrenhafte Aufgabe, die Fahne runterzunehmen. Und da passierte es: Sie berührte den Boden. Das Kader hielt den Atem an, doch liess die Rekruten abtreten. Dann gabs einen saftigen Zusammenschiss, bei dem ich verdattert dort stand und nichts kapierte, hatte man uns doch nie gesagt, dass diese scheiss verfluchte, idiotische Drecksfahne (sorry) den Boden nicht berühren darf. &quot;Es wird Konsequenzen geben&quot;. Laut Experten spricht man von 5-8 Tagen Arrest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kriegsberichter wird berichten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schöne Woche!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PS: Ich hab die Häflte! Noch 10 Wochen! Ihr werdet mich nicht brechen, Hunde!</description>
    <dc:creator>Timriddance</dc:creator>
    <dc:subject>The Art Of War II</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Timriddance</dc:rights>
    <dc:date>2007-02-04T17:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3214438/">
    <title>Armed With A Mind (FGA Woche 2)</title>
    <link>http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3214438/</link>
    <description>Ich bin erkältet. Und dies nach einer Woche, in der wir jede Nacht 7 Stunden lang schlafen konnten und es mal wirklich nicht kalt war. Die Wege des Herrn sind unergründlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war wieder die ganze Woche Fahrausbildung angesagt, d.h. wir hatten Theorien übers Verkehrsgesetz, Schleuderkurse, Fahrschule, und auch noch die Anhängerprüfung, die jeder bestand. (Zumindest nach 2 oder mehr Anläufen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann mich eigentlich nicht beklagen. Wenn ich daran denke, dass die anderen Züge die ganze Zeit Fachdienst hatten und irgendwelche Gerätschaften aufstellen und bewachen mussten, dann kann ich mich wirklich glücklich schätzen, Fahrer zu sein. Aber auch wir vom Fahrerzug werden in den letzten 3 Wochen der FGA noch Fachdienst haben... Und dann kommt ja noch die Verbandsausbildung, die nochmals 8 Wochen dauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein, die Gewissheit, dass noch nicht einmal die Hälfte der RS absolviert ist, drückt mir stark aufs Gemüt. Jetzt bin ich schon ewig in dieser Kaserne, und immer noch ist kein Ende in Sicht. Vielleicht falle ich jetzt langsam in eine Soldatendepression, kann gut sein. Ich habe alles gesehen, kenne jede noch so peinliche Vorschrift, und muss mir schon stark Mühe geben, noch irgendwelche Disziplin an den Tag zu legen. Mittlerweile ist es mir zum Beispiel sowas von egal, ob meine Jacke korrekt im Schrank hängt...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was mich besonders nervt, ist, dass ich neben der Armee kaum Zeit für private Dinge habe! Abgesehen davon, dass der Kontakt zu Kollegen leidet, bringe ich es auch nicht fertig, mich endlich für ein Studium zu entscheiden. Die Informationsdichte ist riesig, und mit jedem Mal geistern mir mehr Fragen im Kopf rum. Wär halt toll, wenn ich mal an einen Infotag gehen könnte, aber eben. Zur Auswahl stehen übrigens Umweltnaturwissenschaften oder Medienwissenschaften, vielleicht kommt noch eine dritte Wissenschaft dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bullshiiiiit, Private Pyle, wie Gunnery Sergeant Hartman in Full Metal Jacket jetzt sagen würde.</description>
    <dc:creator>Timriddance</dc:creator>
    <dc:subject>The Art Of War II</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Timriddance</dc:rights>
    <dc:date>2007-01-21T16:46:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3183330/">
    <title>Guns Down! (FGA Woche 1)</title>
    <link>http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3183330/</link>
    <description>Zum Glück bin ich Fahrer! Dies die Erkenntnis der vergangenen Woche. Doch beginnen wir doch mit der tollen Übung am Montag:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 12 Uhr in der Kaserne angekommen, um 1.30 endlich zu Schlaf gekommen, um 3.00 wieder geweckt! Sogleich gings dann auf den AV-Platz, wo uns der C AGA/FGA begrüsste und uns die Übung erläuterte. Schon im Vornherein gingen Gerüchte um, es würde ein SIM-Gefecht geben. Und so sah es dann auch aus: Wir sollten eine Infiltrationszone erreichen und uns dabei womöglich nicht abknallen lassen. Das verhiess viel Fun! (Im Ernst jetzt, wollte ich schon immer machen.) SIM steht für Simulation und bedeutet im Klartext, dass jeder Teilnehmer einen Anzug mit Sensoren kriegt und einen Laser auf sein Gewehr montiert, womit man sich dann abknallen kann. Wenn man getroffen wird, piepst es. Die Justierung dieser Geräte und das ganze Anziehen dauerte dann noch etwa 3 Stunden und endlich konnten wir im Morgengrauen losmarschieren. Ich war voller Tatendrang. Blöderweise hatten wir einen todlangweiligen Streber als Gruppenführer, der uns ständig nur durch den Wald lotste und allgemein keine Lust auf Gefecht zu haben schien. Gejagt wurden wir im Endeffekt also gar nie und nach 3.5 Stunden Schleichen durch das Unterholz hatte ich kein einziges Mal den Abzug betätigt. Das darf einfach nicht sein! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich gebs zu, ich wollte Krieg spielen, rambohaft, kopflos und vor allem blutrünstig durch die Gegend rennen! Na und? Da stellt man stundenlang diese dummen Geräte ein, und kann sie nicht einmal gebrauchen? Die Motivation sank also konstant,  und beim Mittagessen, nachdem unser fähiger Oberfreier uns für 30 Minuten einen Hügel mit ca. 90 % Neigung heruntergelotst hatte, war sie total auf dem Nullpunkt. Die Nachricht, wir hätten jetzt noch einen 15km-Marsch (30km auf gut Deutsch), heiterte uns auch nicht gerade auf. Aber hey, schlussendlich fand ich das Marschieren ganz witzig. Ich hab neue Leute kennengelernt, und dank einem komischen Typen, der die ganze Zeit über seine Puffbesuche und seine NPD-Mitgliedschaft laberte, entfaltete auch meine Übermüdung ihre ganze Wirkung. (Wenig Schlaf hat auch Positives- man kommt in einen bekifft-ähnlichen Zustand!). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So. Das wärs von der Übung. Der Rest der Woche hatte nicht mehr viel mit Militär zu tun. Während die Kompanie beim AV den Hampelmann machte, waren wir jeweils damit beschäftigt, die Fahrzeuge auf ihre Fahrtüchtigkeit zu überprüfen. Sonst wars auch locker, kein stupides Anmelden mehr und dergleichen, jeweils fast 7 Stunden Schlaf, und viel sinnloses Rumfahren. Ich will gar nicht wissen, wie viel Diesel und Benzin ich diese Woche schon in die Umwelt geschleudert habe... Aber äbe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis nächste Woche!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PS: Wo ist &lt;a href=&quot;http://www.heute-online.ch/blogs/rsblog&quot;&gt;Schoris Blog&lt;/a&gt; geblieben? Haben sie es ihm etwa verboten? Hätte gerne noch mehr von dieser Propaganda gelesen.</description>
    <dc:creator>Timriddance</dc:creator>
    <dc:subject>The Art Of War II</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Timriddance</dc:rights>
    <dc:date>2007-01-14T18:28:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3153156/">
    <title>The Decline (AGA Woche 7 + AGA Zusammenfassung)</title>
    <link>http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3153156/</link>
    <description>Meine lieben Leserinnen und Leser, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Kalender befinden wir uns jetzt ja im Jahre 2007 nach Christi Geburt (oder war es der Tod? Sorry, bin nicht so bewandert in diesen Fragen.) Ja halt, mathemathisch gesehen wäre es ja schon das 2008. Jahr nach Christi Geburt (oder eben Tod). Egal. Auf jeden Fall haben mir die stetig steigenden Visits gezeigt, dass sich immer noch irgendwelche Leute die Mühe machen, ab und zu mal nachzuschauen, ob denn wirklich nichts Neues auf Kriegsberichter zu finden ist. Und die 1000er-Marke wurde überschritten, wohoooo! Seit dem Start dieses Blogs schauen durchschnittlich 7-8 Leute pro Tag vorbei. Könnte natürlich besser sein, aber hey, man schaut einem geschenkten Gaul ja nicht ins Maul! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf jeden Fall hatte ich während den letzten 3 Wochen auch nie die Absicht, den Kriegsberichter zu begraben. Irgendwie konnte ich halt nie die Motivation aufbringen, mich in meinen Ferien mit dem Thema Armee zu beschäftigen. Aber der Krieg ist ja noch lange nicht vorbei, oh nein. Ab heute Abend bin ich noch 14 Wochen in der RS, na wenn das nicht rosige Aussichten sind! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch reisen wir doch schnell in die Vergangenheit zurück. (hab mir eben &lt;a href=&quot;http://www.imdb.com/title/tt0289879/&quot;&gt;The Butterfly Effect&lt;/a&gt; angeschaut- cooler Film!) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die letzte Woche der AGA&lt;/b&gt; war eigentlich eine ganz lockere. Abgesehen von der grossen Inspektion am Donnerstag beschäftigten wir uns - so weit ich mich erinnern kann - vor allem mit der Repetition altbekannter Themen wie Gewehr manipulieren, San-Dienst, blablabla. Natürlich wurde vor der Inspektion reichlich Dampf gemacht, irgendwie schienen alle verdammt nervös zu sein, vor allem unsere Zugführer und die Kompaniekommandanten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Donnerstag Morgen also stellten wir uns bei angeblich -12° Celsius auf dem AV-Platz auf. Das war eine ganz lustige Zeremonie. Man befestigte extra eine Schnur, woran wir uns ausrichten durften, und dann kam der schweissüberströmte Feldweibel noch mit dem Pannendreieck, um den 60°-Winkel zwischen unseren Füssen zu berichtigen. Der Typ tat mir richtig leid- auch er schien irgendwie gaaanz nervös zu sein. Nach 20 Minuten Strammstehen kam dann mal der Stellvertreter des Schulkommandanten (nein, dieser liess sich den ganzen Tag nicht blicken, welch Schande), ein Oberstleutnant, der mich einfach unglaublich an ein Schwein erinnert. Das heisst, er schiss zuerst einmal den Rekruten im Wachhaus zusammen, dass man es über die ganze Kaserne hören konnte. Eine tolle Voraussetzung für die Inspektion, dachten sich wohl auch die Vorgesetzten. Auf jeden Fall mussten wir dann nochmal 15 Minuten im Achtung stehen, also eben etwa so stramm wie Ölgötzen, während uns Oberstleutnant Schweini mit seinen Glubschaugen begutachtete. Plötzlich haute es einen Rekruten ein paar Meter von meiner Position entfernt um, wegen starker Unterkühlung, wie später bekannt wurde. Naja, Schweini liess sich davon nicht stören und zum Glück hielten sich die Kameraden neben dran nicht an die Doktrin des Strammstehens, sonst würde der arme Knabe wohl immer noch dort liegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Inspektion selber muss ich jetzt nicht mehr genau eingehen, eigentlich war es das genau gleiche wie schon in Woche 5, nur kam noch ein San-Test dazu. Schlussendlich lobte uns Oberstleutnant Schweini dann in hohen Tönen, wir hätten die beste Inspektion seit langem absolviert, blabla, dies und das müsse aber doch noch verbessert werden, usw. Und wenn das noch nicht genug wäre, war mein Zug noch der beste von allen, was sich in einem mehr oder weniger spritzigen Abend auszahlte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Freitag waren die Leute sichtlich erleichtert, die Anwärter wurden zu Soldaten befördert (hui, welch Ehre), man pilgerte noch ins Nachbardorf zu einem Gottesdienst (dem ich geschickt ausweichen konnte), und dann war auch schon Abtreten angesagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun. 7 Wochen der RS, ein Drittel also, sind vorbei, und was habe ich gelernt? Eigentlich gar nicht so viel, wie man annehmen könnte. Aber wenn man die selben Regeln und Sprüche tausendmal aufsagen muss, wenn die selben Bewegungen an der Waffe jede Woche inspiziert werden, und wenn es vor allem darum geht, dass man wie ein Roboter oder ein Plastiksoldat milimetergenau rummarschieren und auf Akkord Bewegungen ausführen kann, dann bleibt halt gar nicht viel Zeit, um mehr als 2 Seiten eines verdammten Reglements auswändig zu lernen. Nein wirklich, die ständige Kontrolle des &quot;Gelernten&quot; ist wohl etwa die lächerlichste Sache am ganzen Militärbetrieb. Dadurch geht so viel Zeit verloren, unglaublich. Und die 4 Sicherheitsregeln zum Sturmgewehrgebrauch habe ich jetzt trotzdem schon fast wieder vergessen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ich will nicht so sein, ein paar Dinge waren gar nicht so sinnfrei, zum Beispiel der San-Dienst. Haben wir zwar auch dort nur die 5 Sätze zum Rettungsablauf und ein paar Tragearten und Lagerungen auswendig gelernt, wird mir zumindest der CPR-Test in Erinnerung bleiben, bei dem ich 4 Versuche gebraucht habe und der mir schöne Blasen an den Händen beschert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte jetzt noch ein bisschen genauer auf gewisse Aspekte des Militärlebens eingehen und sie aus der Perspektive eines frisch weichgeklopften Rekruten, der sich mehr wie ein Zivilist als wie ein AdA fühlt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Antrittsverlesen &amp; Abendverlesen:&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Der wohl grösste Witz überhaupt! Da besammelt man sich jeden Morgen, um dem armen Feldweibel, der meiner Meinung nach einfach nicht rechnen kann, die Bestände zu melden, und dieser gibt sie dann so kreuzfalsch an den Kommandanten weiter, dass dieser sich selten ein Lächeln verkneifen kann. Ich meine, wie kommt dieser Typ auf 8 Mann auf der Wache, wenn  sowieso nie mehr als 5 Leute da sein können? &lt;br /&gt;
Aber eben. Der Sinn des Ganzen ist natürlich auch zu hinterfragen: Es ginge natürlich darum, den Kommandanten wissen zu lassen, wieviel jetzt anwesend sind, wieviel krank, wieviel im Urlaub, usw. Aber bitte, den kratzt das genau so wenig wie alle anderen auf dem Platz! &lt;br /&gt;
Vielleicht nervt mich das ganze Prozedere einfach auch nur, weil wir wegen dem Scheiss jeden Morgen 20 Minuten in der Kälte rumstehen dürfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann am Abend: &quot;In 1 Minute alle entweder vor dem Bett oder im Bett!&quot;, heisst es da jeweils. Als ob wir das nicht schon lange wüssten. Jedenfalls wird dann für eine geschlagene Viertelstunde unsere Zimmerordnung kontrolliert und genau geschaut, ob wir auch alle in unseren Bettchen liegen, die Zähnchen geputzt haben und unsere Abendtoilette verrichtet haben. In der ersten Woche dachte ich noch, das würde dann nach ein paar Tagen nachlassen, aber blasius.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Hierarchie:&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Ja klar, ohne geht es nicht. Wird zumindest behauptet. Aber was in der Armee für eine Hierarchie vorhanden ist, ist bürokratische Vergewaltigung! Es gibt so viele Ränge, und meistens belegen diese Ränge dann noch verschiedene Funktionen, oh mein Gott. Wer soll da noch drauskommen? &lt;br /&gt;
Man sollte ja immer den Dienstweg beachten. Da wird dann ein Dokument, eine Beschwerde oder was auch immer über zig Stellen weitergereicht. Das dauert natürlich seine Zeit, so im Schnitt 2-3 Tage. Ich halte mich schon lange nicht mehr dran. &lt;br /&gt;
Aber das beste an der Hierarchie ist, dass sich die unterschiedlichen Ränge einfach nicht verstehen können, so hat es zumindest den Anschein. Wenn uns der Leutnant sagt, wir könnten das Gewehr selbständig putzen und zusammensetzen, und dann irgendein Volltrottel von Wachtmeister meint, wir müssten ihm jetzt unbedingt alle Teile  zeigen, dann würde ich ihm seine Fresse am liebsten mit Gewehrfett stopfen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Information:&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Ein leides Thema. Wie uns ein Typ vom PPD (Psychologisch- pädagogischer Dienst) beigebracht hat, besteht die beste Möglichkeit uns zu kontrollieren darin, unser Wissen so knapp wie möglich zu halten. Also, Informationsknappheit eben. Ich rede jetzt nicht davon, dass irgendeiner dies, und ein anderer das behauptet, nein, vielmehr erfährt man meistens erst 5 Minuten im Voraus, was überhaupt läuft. Bohren und Stürmen soll anscheinend helfen, aber bis jetzt haben wir noch keine grossen Erfolge verzeichnen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Materialkotrolle- und Handhabung:&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Dazu habe ich schon meinen Senf abgegeben. Nach wie vor auch eine der fragwürdigsten Gebiete des wundersamen Militäralltags. Meinen Hering habe ich immer noch nicht gesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Wetter:&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Wetter hat nicht viel mit Militär zu tun, ausser dass man wirklich fast die ganze Zeit draussen ist. Aber hier möchte ich mich auch mal glücklich schätzen, dass ich so einen milden Winter erwischt habe. Danke, Judas! (Oder, wer war es?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertig schluss, ich hab keine Lust mehr zu schreiben. Heute Abend geht es weiter, Morgen oder noch diese Nacht kommt ne Übung, judihui. Bis in einer Woche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PS: Und nein, das war kein bisschen Selbstmitleid. Ich möchte mich auch nicht ausweinen, auf keinen Fall! Ich habe keine grossen Probleme mit dem Militäralltag, sonst wäre ich wohl schon lange zum Psychologen gegangen, um mich auszumustern. Eigentlich habe ich praktisch noch nie ne &quot;Soldatendepression&quot; gehabt, um dies einmal klar zu stellen. Aber das macht mich noch lange nicht zu einem Freund der Armee.</description>
    <dc:creator>Timriddance</dc:creator>
    <dc:subject>The Art Of War I</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Timriddance</dc:rights>
    <dc:date>2007-01-07T16:09:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3076773/">
    <title>Cold World (AGA Woche 6)</title>
    <link>http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3076773/</link>
    <description>Ich bin wieder sehr spät drann, ich weiss. Aber besser spät als gar nie, nicht? Etwa gleich wie: &quot;Besser kaputt und unbrauchbar als unauffindbar&quot;. Militärlogik eben. Fangen wir doch gleich bei diesem leiden Thema an. Kaputtmachen darf man alles, Verlieren jedoch ist Todsünde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Woche gab es eben wieder so eine Mat-Kontrolle, bei der herausgefunden wurde, dass ich nicht alle Heringe für mein Zelt habe. Es fehlt einer. Ach du Schreck. Den muss ich jetzt berappen. Obwohl, bis ich einen neuen kriege, ist die RS wahrscheinlich fertig. Und dann gibt es noch diese Deppen, die einfach ihre Kameraden beklauen, wenn ihnen etwas fehlt. Unterste Schublade, finde auch ich, nicht nur der Schulkommandant. Aber das scheint den Wachhunden, die die Mat-Kontrolle durchführen, anscheinend egal zu sein. Soviel zu Werten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber grundsätzlich war diese Woche verglichen mit der letzten eine sehr angenehme. Die Hauptthemen waren San-Dienst und Schiessen (welche Ironie). San-Dienst hiess Verbände, Lagerungen, Transportarten, etc. studieren und dabei die CPR-Prüfung (Herzmassage usw.) ablegen, die im Zivilen etwa 700 Bucks kosten würde. Endlich eine sinnvolle Tätigkeit, hätte nicht gedacht, dass ich das noch erleben darf. Beim Schiessen verballerten wir am Montag rekordmässige 170 Schuss pro Mann, was viele fast zum Orgasmus brachte. Ich mag mich nur noch an die eisige Kälte an diesem Morgen erinnern. Naja wenigstens schien die Sonne ein bisschen. Ach, und das Feldflaschen-Rugby war auch lustig. Aber dann ging es am Donnerstag noch weiter mit Ballern, wobei ich eiskalter Scharfschütze doch glatt das Schiessabzeichen &quot;geholt&quot; habe. Die erforderliche Punktzahl, nicht mehr oder weniger, schon klar. Das ganze ist mir als Pazifist schon fast ein bisschen peinlich, aber was solls. Dafür geb ich mir jetzt keine Mühe mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann am Freitag das Highlight, ich durfte wider Erwarten an die Nachrekrutierung zum Fahrer C1 (bis 7.5t und 20 Mann Transport), und konnte trotz krasser Übermüdung und allgemeinem Krankfühlen diesen kribbeligen, schweisstreibenden und vor allem einschläfernden Konzentrationstest meistern. Als Fahrer komme ich jetzt obligatorisch in den Genuss von täglich 6 Stunden Schlaf, das ist ja richtig gigantisch. Auf jeden Fall freue ich mich auf die 3 Wuchen Fahrausbildung, die werden garantiert gemütlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So, nur noch eine Woche, und dann haben wir 2 Wochen Ferien. Endlich mal Zeit, ein bisschen Distanz von dieser ganzen Scheisse zu gewinnen. Die nächste Woche wird wahrscheinlich noch recht übel, da die &quot;grosse Inspektion&quot; vor dem Schulkommandanten angesetzt ist, uhuhuhuuuu! Das heisst im Klartext, das noch mal das ganze Programm von letzter Woche (Woche 5) wiederholt wird und noch einmal inspiziert wird. Das hat für mich wie den Anschein, als würde der Schulkommandant seinen unmittelbaren Untergesetzten nicht abnehmen, dass wir unsere Sache gut gemacht haben und deshalb noch alles selber kontrollieren muss. Lächerlich. Aber verschieben wir die allgemeine Belustigung über den militärischen Alltag doch auf die nächste Woche, wo eine groooosssee Bilanz gezogen werden wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich geniesse jetzt lieber noch eine Mütze Schlaf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis nächste Woche!</description>
    <dc:creator>Timriddance</dc:creator>
    <dc:subject>The Art Of War I</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Timriddance</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-17T18:15:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3045386/">
    <title>Pressure Release (AGA Woche 5)</title>
    <link>http://kriegsberichter.twoday.net/stories/3045386/</link>
    <description>Ich bin physisch und mental relativ stark am Arsch. &lt;br /&gt;
In mir klafft ein Motivationsloch, das nicht mal das verlängerte Wochenende (ja, wir durften schon wieder am Freitag, diesmal sogar am Morgen, abtreten) zu stopfen weiss. Vielleicht liegts am schlechten Wetter. Nun gut, über das Wetter sollte ich mich eigentlich nicht beklagen, da uns Petrus bis jetzt ja eigentlich stark verwöhnte und uns praktisch nie Schnee oder Minustemperaturen bescherte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf jeden Fall liegt wieder einmal eine ultrastressige und trotzdem routinemässig langweilige Woche hinter mir, was ich wohl dem Job als Fassmannschaft zu verdanken habe. Mein Gott, keine Sekunde Freizeit wird einem da beschert. Kaum ist man mit den Küchenpflichten fertig, wird man schon wieder zur nächsten Besammlung gehetzt. Eines Morgens hatte ich leichte Bauchkrämpfe und musste unbedingt noch für grosse Jungs, worauf ich mich von einem Wachtmeister &quot;Kameradenschwein&quot; schimpfen lassen musste. Haha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch &quot;sportlich&quot; wurde wieder viel von uns abverlangt. Am Dienstag hatten wir neben Schiessen, Schiessen, Schiessen auch noch einen 6km-Lauf zu absolvieren, bei dem ich Idiot einen Posten vergass abzustempeln und den längeren Rückweg antreten musste. Am Mittwoch dann der Knüller: Ein OL zum Starkstrombefehl, der sich über wiederum 6km erstreckte. (Wahrscheinlich wieder Distanzkilometer). Petrus hat uns mit einer Regenflut überrascht, die das ganze nicht gerade leichter gemacht hat. Ein tolles Gefühl, triefnass und fröstelnd durch die Gegend zu irren und dabei noch dafür zu sorgen, dass das Postenblatt nicht vollends durchnässt wird. Bei dieser &quot;Volksertüchtigung&quot; holte ich mir ein Seitenstechen, das bis jetzt nicht weggegangen ist. Wahrscheinlich ist es mehr als Seitenstechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Donnerstag stand dann noch ein 15km Marsch auf dem Programm, dem ich dank einem Arzttermin geschickt ausweichen konnte. Gut, das Wetter hatte wieder gewechselt und so schlimm wäre das Ganze auch nicht gewesen. Donnerstag war auch der &quot;grosse Tag der Inspektion&quot;, an dem wir von Instruktoren auf unsere Tauglichkeit mit Waffe, ABC-Material und militärischen Formen geprüft wurden. Es gab Leute, die ihren Marschbefehl nicht dabei hatten und deshalb am Freitag noch ein paar Stunden länger bleiben mussten. Ebenfalls wurde nicht überall gleich streng kontrolliert. Ich zum Beispiel liess beim Entladen eine Patrone zu Boden fallen (Todsünde!), was dem Instruktor anscheinend nichts auszumachen schien. Andere flogen jedoch wegen ganz anderen Bagatellen durch. Man sieht wiedereinmal, diese Inspektionen sind nur eine Glückssache. Der Stoff ist so verdammt einfach, dass es fast nur Pech sein kann, wenn man durchfliegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir wurde auch klar, dass wir in den bisherigen 5 Wochen eigentlich wenig bis gar nichts gelernt haben. Ein bisschen Waffen manipulieren, HG werfen und das ABC-Schutzmaterial anwenden. Super. Dafür hätte eine Woche gereicht. Aber da natürlich alles jede Woche 10 mal geprüft werden muss, ist das fast logisch. Nächste Woche steht dann endlich mal Sanitätsdienst auf dem Programm, und nebenbei kann man sich noch ganz locker das Schiess- und Sportabzeichen holen. Damit ich dann laut Vorgesetzten die Mädels mit diesen Abzeichen beeindrucken kann. Na klar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So. Ziehen wir mal eine Bilanz. Ich bin jetzt 5 Wochen in diesem Verein, und kann ihn irgendwie immer noch nicht richtig ernst nehmen. Alles kommt mir irgendwie wie eine vergrösserte Form von Pfadi vor. Nur scheint diese noch ein Spürchen besser organisiert zu sein. Viele Aktionen von Vorgesetzten sind ziemlich fragwürdig, und besonders wenn jeder etwas anderes behauptet, wird es mehr als mühsam. Die Frage nach dem Sinn des Ganzen stelle ich gar nicht erst, das wäre zermürbend. Auf jeden Fall bin ich in 2 Wochen mit dieser Infanterie-AGA fertig und dann kommen erstmal Ferien, in denen ich mich hoffentlich ein bisschen von dem Spass distanzieren kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, heute ist nicht mein Tag. Gute Nacht.</description>
    <dc:creator>Timriddance</dc:creator>
    <dc:subject>The Art Of War I</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Timriddance</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-09T17:11:00Z</dc:date>
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